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Archive für Oktober 2010
Wohnortnahe Standorte wieder im Kommen
20.10.2010 von Fritz Gempel.
“Wir sehen im Lebensmittelhandel erste Anzeichen für eine Renaissance des Einzelstandorts in Großstädten beziehungsweise in hoch verdichteten Wohngebieten”, so kommentiert Dr. Eberhard Stegner, GfK Einzelhandelsexperte, im Newsletter im der GfK-Geomarketing aus Nürnberg von heute. Rewe zeigt mit “Rewe City” wie der fußläufig erreichbare kleine Supermarkt der Zukunft aussieht und Tengelmann will in die gleiche Richtung marschieren.
Diese Nachricht ist der Vorbote für die Wiedergeburt der klassischen Metzger- und Bäckerstandorte in den Wohngebieten. Dabei könnten die Unternehmen des Lebensmittelhandwerks gemeinsam auch die Nahversorgerfunktion übernehmen, welche die Handelskonzerne jetzt wieder für sich entdecken.
Die Entwicklung ist nur logisch: Immer weniger können oder wollen mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Der beginnende Wandel im Bereich privater Mobilität fördert die wohnortnahen Standorte. Für die Planung eines solchen Standortes fordert die GfK, dass in einem Radius von fünf bis acht Gehminuten zwischen 690 und 3150 Menschen leben sollten. Die Kunden dieser traditionellen Standorte sind schließlich fußläufige “Taschenkunden” - und damit ist das Einzugsgebiet eines solchen Standortes auch eng begrenzt.
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Pro Fleisch
14.10.2010 von Fritz Gempel.
„Dürfen wir überhaupt Tiere töten, um deren Fleisch zu essen?“ Die Zahl derer, die vegetarisch oder vegan leben steigt ständig. Nicht zuletzt wegen der Berichterstattung über große industrielle Schlachthöfe fragen sich viele Verbraucher, inwieweit das Schlachten von Tieren noch vertretbar ist. Der Vorwurf Fleisch essen sei klimaschädlich tut sein Übriges. Dabei gibt es auch viele Argumente „Pro-Fleisch“. Hier die vier wichtigsten:
1. Das Natur-Argument: Es ist Teil der natürlichen Ordnung, dass Menschen Fleisch essen. Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte essen wir Fleisch. Wir berufen uns dabei auf die natürliche Ordnung, in der der Mensch als Allesfresser angelegt ist.
2. Das Kultur-Argument: Die Evolution hat den Menschen mit und durch den Fleischkonsum an seine Spitzenposition gebracht. In den letzten Jahrtausenden sind wir gerade auch mit dem Fleischessen an die Spitze der Lebewesen gekommen. Wir sind Lebewesen mit Vernunft und Verantwortung für unser Tun, mit höherer Intelligenz und einer Seele. Das alles gibt uns auch das Recht Tiere zu töten, um deren Fleisch zu essen. Unsere Spitzenposition gibt uns aber gleichzeitig auch die Verantwortung darüber. Wir sind also auch für den Tierschutz bei der Schlachtung oder andere Fragen zuständig. Diese Verantwortung gilt für alle, gleich ob es sich um einen handwerklichen oder industriellen Betrieb handelt.
3. Das Bibel-Argument: Die christliche Rechtfertigung für das Schlachten und Fleischessen. Das Schlachttier habe einen Mangel an Vernunft und sein Leben und Sterben zu unserem Nutzen sei die gerechte Anordnung des Schöpfers – so sagt es der christlichen Überlieferung zufolge der Kirchenvater Augustin und so lassen sich eine Reihe von Bibelzitaten finden, die das Fleischessen als normal und in Ordnung darstellen.
4. Das Ernährungsargument: Fleisch-Verweigerern droht eine Mangelernährung. Das tierische Eiweiß ist der Baustoff unseres Körpers, den er ganz besonders gut in funktionierende Organe, straffe Muskeln und glatte Haut, schöne Fingernägel und feste Haare umwandeln kann. Eine rein vegane Ernährung führt bei Erwachsenen zu Mangelerscheinungen. Bei Kleinkindern kann sie zu Krankheiten führen und bei Babys ist sie sogar lebensbedrohlich.
Ja, wir dürfen Tiere essen. Die Frage darf daher nicht lauten, ob wir Fleisch essen, sondern woher es kommt, ob die Tiere schonend geschlachtet wurden und ob wir unserer Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen gerecht werden.
Autor: Fritz Gempel
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