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- 14.2.2012: Tierschutz – das neue „Bio“
- 13.1.2012: Information oder Spekulation
- 19.10.2011: Machen wir es wie die IG Metall!
- 8.8.2011: Arbeit fressen Seele auf
- 5.7.2011: Demografie wirkt wie einst die Pest
- 31.5.2011: Kaufen Sie ein Elektroauto!
- 18.5.2011: Begeistern wie John F. Kennedy
- 5.5.2011: Gemeinschaftsschule schafft bessere Lehrlinge
- 29.3.2011: Sushi mit ganz kleinem Restrisiko
- 11.2.2011: Blöde Bionade-Kunden
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Archiv der Kategorie Personal
Information oder Spekulation
13.1.2012 von Fritz Gempel.
„Ich arbeite so viel und verdiene nur so wenig. Finden Sie das gerecht?“ – die Frage nach der Gehaltsgerechtigkeit ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Unternehmen ein vorrangiges Anliegen. Die ersten Alarmsignale für ein als ungerecht empfundenes Gehalt sind oft ironisch klingende Anmerkungen, wie „Tja, Abteilungsleiter müsste man sein, dann würde das Gehalt schon reichen zum Leben“. Wird an der Situation nichts geändert, entlädt sich die Unzufriedenheit durch Türenschlagen oder unsachgerechten Umgang mit Maschinen und Anlagen. Die Anfangssymptome der schweren Krankheit „innere Kündigung“ sind erkennbar.
Aber was ist zu tun. Geld im Sinne einer Gehaltserhöhung wäre die einfachste Möglichkeit – aber die Wirkung von Geld zur Motivation verpufft schnell. In den meisten Unternehmen ist es auch unmöglich, Gehaltsunzufriedenheit stets mit Gehaltserhöhungen zu beantworten. Der wichtigste Grundsatz an dieser Stelle lautet: Das Unternehmen zahlt immer – entweder für ein als ungerecht oder für ein als gerecht empfundenes Gehalt. Unzufriedenheit ist dabei generell die Differenz zwischen Erwartetem und Erreichtem. Das Erwartete kann durch Information gesteuert werden. Mitarbeiter, die wissen, wie es wirtschaftlich um das Unternehmen steht, bringen seltener unvernünftige Gehaltsforderungen. Auch das Modell des transparenten Unternehmens, in dem die Mitarbeiter für gleiche Leistung gleich bezahlt werden und über sachlich gerechtfertigte Gehaltsunterschiede Bescheid wissen, vermeidet Spannungen.
Damit lautet die unternehmerische Entscheidung: Entweder das Unternehmen gibt Information oder es fördert die Spekulation. Informationen können gezielt gegeben und gesteuert werden – Spekulationen „schießen ins Kraut“: Da wird dann vom Kaufpreis der Chef-Limousine auf den möglichen Gewinn geschlossen oder generell die „Millionärs-Vermutung“ gegenüber der Inhaberfamilie geäußert. Wer einmal die Entscheidung für Information und gegen Spekulation getroffen hat, kann den zweiten Schritt gleich anschließen: Die betriebliche Zielvereinbarung, bei der im Falle des Erreichens von Umsatz-, Gewinn- oder Kostenzielen eine Prämie für die Mitarbeiter/innen fällig wird. Dieser Deal hat ein einfaches Strickmuster – die Einladung lautet: „Jeder, der mir hilft, einen Euro mehr zu verdienen, darf 50 Cent davon behalten.“
Gerne beschreibe ich Ihnen, wie Mitarbeitermotivation, und -information sowie die Zielvereinbarung in Ihrem Unternehmen funktionieren können.
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Arbeit fressen Seele auf
8.8.2011 von Fritz Gempel.
Die Fehlzeiten von Beschäftigten wegen seelischer Erkrankungen haben seit 1994 um mehr als 80% zugenommen. Das hat das wissenschaftliche Institut der AOK ermittelt. Der Leipziger Arbeitsmediziner Dr. René Toussaint bestätigt das und stellt vor allem einen überproportionalen Anstieg der Arbeitsunfähigkeits-Tage im Bereich der psychischen Erkrankungen bei sehr jungen Menschen fest. Under der “Spiegel” erklärt im Titelthema (Ausgabe 30/2011) wie die Gründe dafür im Arbeitsalltag aussehen: “73 Sekunden für einen Türgriff, 73 Sekunden für eine vordere Stoßstange”. Der dabei befragte Mercedes-Monteur in Sindelfingen erläutert: “Das Schlimme dabei ist gar nicht mal der Takt,, das Schlimme ist die Entmündigung.”
Ein Zusammenhang wird immer deutlicher: Ein gutes Klima am Arbeitsplatz ist die beste Vorsorge gegen vermeidbare Arbeitsunfähigkeitstage. Oder mit einem Zitat aus der amerikanischen BOEING-Studie gesagt: “Arbeitsplatzunzufriedenheit ist der wichtigste Vorhersagefaktor für Rückenschmerzen”.
Den oben zitiert Experten, Dr. René Toussaint, Leiter des Instituts für Ergonomie und Arbeitstraining, Leipzig, können Sie in wenigen Wochen live hören und erleben. Er ist einer der elf renommierten Experten, die beim Branchenevent TRENDSALON HANDEL auftreten. Info und Anmeldung unter: www.trendsalon-handel.de
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Demografie wirkt wie einst die Pest
5.7.2011 von Fritz Gempel.
Wer im 14. Jahrhundert die Pest überstanden hatte, profitierte auch wirtschaftlich. Denn: Der starke Bevölkerungsrückgang führte zu stark steigenden Löhnen. Diesen Vergleich zog Prof. Dr. Joachim Möller, Leiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, bei dem “21. Bayerisch-Sächsischen Unternehmertagen” auf Kloster Banz. Gleichermaßen führte der ‘Schwarz Tod’, der zwischen 1347 und 1353 ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahinraffte, zu einer anschließend deutlich erhöhten Arbeitsproduktivität: In der Landwirtschaft waren einfach nicht mehr genug Arbeitskräfte da, um alle Böden zu bestellen. So wurden die schwachen Böden aufgegeben und nur noch die besonders fruchtbaren Böden bestellt.
Der Vergleich zwischen unserer alternden und schrumpfenden Gesellschaft und der großen Pandemie “Pest” macht es besonders deutlich: Der demografische Wandel wird als Preistreiber und Lohntreiber wirken und er wird unrentable Wirtschaftsbereiche ausbluten lassen. Um in diesem neuen Wettbewerb um Fachkräfte zu gewinnen, brauche wir Geld und Sympathie. Geld brauchen wir, weil absehbar ist, dass die Löhne mit zunehmender Qualifikation der Mitarbeiter überproportional steigen werden - die wenigen Guten werden einfach noch teurer. Wie Unternehmen dazu auch die Sympathie kriegen, zeigt Siemens als Unterstützer des Projekts “Kleine Forscher”: Da werden die ganz Kleinen in den Kindertagesstätten an einfache naturwissenschaftliche Experimente herangeführt, lernen beispielsweise, unter welchen Umständen Wasser auch bergauf fließt. Die Idee, die hinter der Stiftung “Haus der kleinen Forscher” steht, ist die Förderung und Rekrutierung der künftigen Ingenieure. Übernehmen wir die gute Idee, gehen in die Kitas und Kindergärten und fördern die “kleinen Handwerker”.
Autor: Fritz Gempel
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Begeistern wie John F. Kennedy
18.5.2011 von Fritz Gempel.
Vor 50 Jahren, genau am 25. Mai 1961, sagte der amerikanische Präsident John F. Kennedy, “… that this nation should commit itself to achieving the goal, before the decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth”.
Die Vision, dass bald der erste Mensch auf dem Mond landen wird - und dieser erste Mensch natürlich ein Amerikaner sein wird - versetzte eine Nation in eine starke Aufbruchstimmung. Die Zuversicht einer Nation hieß: Alles wird gut werden mit diesem Präsidenten. Spätestens jetzt war Amerika wirklich das “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”.
Das Beispiel zeigt, dass eine Führungskraft mit der Vorgabe eines gemeinsamen Ziels eine starke Motivation schaffen kann. John F. Kennedy gibt damit auch den Führungskräften in den Unternehmen ein gutes Vorbild.
Die wichtigsten Erkenntnisse zur Motivationswirkung von Zielen:
- Wer will, dass ihm andere folgen, muss ein seinem Handeln erkennen lassen, dass er das Ziel kennt und dass es sich für alle lohnt, mit ihm dieses Ziel zu verfolgen.
- Ein Ziel, das alle begeistert, führt dazu, dass Mitarbeiter aus freien Stücken gerne auf dieses Ziel hinarbeiten.
- Ein verinnerlichtes Ziel führt dazu, dass unser Unterbewusstsein alle unsere Handlungen darauf überprüft , ob sie der Zielerreichung dienen. Wenn das der Fall ist, haben wir volle Energie zur Verfügung.
- Wer kein Ziel hat - wer also letztlich gar nicht weiß, wo er ankommen will, wird nur schwer überhaupt Menschen finden, die ihm folgen wollen. Die wenigen, die ihm folgen, werden stets zögerlich sein.
- Die Erklärung von Unternehmenszielen bewirkt Mitarbeiterinformation und fördert die Motivation. Führungskräfte, die auf Information verzichten, fördern die Spekulation.
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Gemeinschaftsschule schafft bessere Lehrlinge
5.5.2011 von Fritz Gempel.
Schulkinder werden früh getrennt in solche, die Abitur machen sollen und solche, die übrig bleiben dürfen. Die übrig gebliebenen sitzen dann in der Hauptschule, auch Restschule genannt. Dort, so sagte es der baden-württembergische Handwerkspräsident Joachim Möhrle am 04. Mai 2011 in der Tageszeitung ‘taz’ “leidet die Lernatmosphäre und das Anspruchsniveau erheblich”. Um das “Ausbluten der Hauptschule” zu verhindern und die Zahl der “Risikoschüler” zu reduzieren, fordert Möhrle “eine gemeinsame Basisschule für alle Kinder bis zur neunten Klasse”.
Das ist für die Gesellschaft und für das Handwerk eine gute und richtige Forderung. Längeres gemeinsames Lernen fordert und fördert gerade die schwächeren Schüler. Frühzeitige Elitenbildung unter neun- oder zehnjährigen Kindern lässt die, die nicht zur Noten-Elite gehören, noch schneller abrutschen. Die Gemeinschaftsschule fördert die Gemeinschaft der Schüler und verhindert unerwünschte soziale Klassenbildung. Mehr Gemeinschaftsschulen reduzieren die Unterschichtenprobleme und stärken den Mittelstand. Vor allem aber kriegen wir so bessere Lehrlinge - und die brauchen wir mehr denn je!
Autor: Fritz Gempel
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