Machen wir es wie die IG Metall!

Die IG Metall wächst wieder! Die „Welt am Sonntag“ berichtete in ihrer Ausgabe vom 9. Oktober 2011, dass sogar junge Frauen der Gewerkschaft beitreten. Dabei waren Gewerkschaften insgesamt, und die IG Metall im Besonderen, doch schon als irgendwie vorgestrig abgeschrieben. Niemand wollte mehr in verrauchten Hinterzimmern schnauzbärtige Funktionäre über Klassenkampf hören.

           

Ich widme diese kleine Geschichte den Unternehmerinnen und Unternehmern im Fleischerhandwerk, denen es Sorge macht, in einer stetig schrumpfenden Branche zu leben und zu arbeiten. Denn: Seit Jahrzehnten reduziert sich die Zahl der Fleischerfachgeschäfte in Deutschland etwa alle 15 Jahre um die Hälfte. Wir sollten es deshalb machen wie die IG Metall.

 

Die Gewerkschaftler hatten sich gefragt: 1. Was von dem, was uns schon immer wichtig war, ist heute modern? 2. Wie müssen wir es verpacken, dass es auch modern aussieht? Das Ergebnis war ein Abschneiden von alten sozialistischen Zöpfen und eine neue Werbekampagne, die sich an den Wünschen und Sorgen von jungen Menschen orientiert: www.operationuebernahme.de.

 

Wenn wir die Modernisierung der IG Metall auf das Fleischerhandwerk übertragen, dann kommt für die einzelnen Betriebe beispielsweise heraus, dass vieles im Handwerk topmodern ist: Die persönliche Verantwortung des Meisters, die Beziehung zum Bauern oder das Prinzip „aus der Region, für die Region“ etwa. Diese handwerklichen Werte leben wir dann in modernen Geschäften, in denen es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Spaß macht, zu arbeiten. Denn: Wo das Arbeiten Spaß macht, kauft man auch gerne ein.

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