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Gemeinschaftsschule schafft bessere Lehrlinge
Schulkinder werden früh getrennt in solche, die Abitur machen sollen und solche, die übrig bleiben dürfen. Die übrig gebliebenen sitzen dann in der Hauptschule, auch Restschule genannt. Dort, so sagte es der baden-württembergische Handwerkspräsident Joachim Möhrle am 04. Mai 2011 in der Tageszeitung ‘taz’ “leidet die Lernatmosphäre und das Anspruchsniveau erheblich”. Um das “Ausbluten der Hauptschule” zu verhindern und die Zahl der “Risikoschüler” zu reduzieren, fordert Möhrle “eine gemeinsame Basisschule für alle Kinder bis zur neunten Klasse”.
Das ist für die Gesellschaft und für das Handwerk eine gute und richtige Forderung. Längeres gemeinsames Lernen fordert und fördert gerade die schwächeren Schüler. Frühzeitige Elitenbildung unter neun- oder zehnjährigen Kindern lässt die, die nicht zur Noten-Elite gehören, noch schneller abrutschen. Die Gemeinschaftsschule fördert die Gemeinschaft der Schüler und verhindert unerwünschte soziale Klassenbildung. Mehr Gemeinschaftsschulen reduzieren die Unterschichtenprobleme und stärken den Mittelstand. Vor allem aber kriegen wir so bessere Lehrlinge - und die brauchen wir mehr denn je!
Autor: Fritz Gempel